ZEDIKUM
Zentrum für digitale Kulturgüter in Museen
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Zentrum für Digitale Kulturgüter in Museen (ZEDIKUM)
Mission Statement

Das "Zentrum für Digitale Kulturgüter in Museen" (ZEDIKUM) an den Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz ist eine zentrale, interdisziplinäre Forschungs-, Infrastruktur-, und Serviceeinrichtung im Bereich der Digital Humanities für die archäologischen Sammlungen auf der Museumsinsel Berlin (Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Antikensammlung, Museum für Islamische Kunst, Museum für Vor-und Frühgeschichte, Vorderasiatisches Museum).

Mit mehr als 1 Million archäologischen Objekten aus 500 Jahrtausenden zählt dieser weltweit einzigartige Sammlungsverbund zu den größten Kulturgutrepositorien der Menschheit. Als zentraler Bestandteil des UNESCO-Welterbes "Museumsinsel" bieten die an ZEDIKUM beteiligten Museumsbauten (Altes Museum, Neues Museum, Pergamonmuseum) einen unvergleichlichen Raum für die Begegnung mit dem archäologischen Kulturgut der frühen Menschheitsgeschichte in seiner ganzen Bandbreite an. Daraus ergeben sich nicht nur hohe gesellschaftliche und kulturpolitische Verantwortlichkeiten, sondern auch besondere Anforderungen an die Dokumentation, kuratorische Betreuung, wissenschaftliche Erschließung sowie die barrierefreie museale Vermittlung dieser archäologischen Objekte. Dies gilt insbesondere für die andauernde Neukonzeption und Umgestaltung der Dauerausstellung im Pergamonmuseum, die frühestens 2025 abgeschlossen sein soll.

 

Zielsetzungen

Vor diesem Hintergrund sind die übergreifenden Ziele von ZEDIKUM die nachhaltige öffentliche Bereitstellung von 3D-Objektdaten und die Entwicklung darauf aufbauender webbasierter Erschließungs- und Forschungswerkzeuge für die Gewinnung und Speicherung neuen Wissens im Bereich der objektbasierten, digitalen Kulturgutforschung sowie die Entwicklung von mobilen und web-basierten digitalen Endanwendungen zur Präsentation und Vermittlung der Forschung zu archäologischen Objekten im musealen Kontext. Dabei sollen auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse in den unterschiedlichen wissenschaftlichen Problemfeldern sowie unter Berücksichtigung empfohlener Best-Practice-Lösungen und definierter Standards für informationstechnische Umsetzungen konkrete Handlungsempfehlungen für den Aufbau dauerhaft nutzbarer Onlinerepositorien für 3D-Objektdaten insbesondere an archäologischen Museen abgeleitet werden.

Angesichts der massiven Bedrohung archäologischer Kulturgüter auf der ganzen Welt will ZEDIKUM außerdem einen Beitrag zur Entwicklung mobiler, kostengünstiger 3D-Scanverfahren zum Einsatz in Krisensituationen leisten.

 


 

Aufgaben

Die drei zentralen Aufgabenbereiche von ZEDIKUM sind demnach 1. die Generierung, 2. die nachhaltige Bereitstellung und 3. die variable Nutzung von 3D-Digitalisaten archäologischer Kulturgüter in Abstimmung auf die wissenschaftlichen und musealen Anforderungen, die sich aus dem institutionellen Profil der beteiligten archäologischen Forschungsmuseen ergeben. Jedem dieser zentralen Aufgabenbereiche ist eine Arbeitsgruppe zugeordnet (AG 1: "3D-Scantechnologie"; AG 2: "Technische Infrastruktur"; AG 3: "Datenverwaltung"; AG 4: "Forschung und Entwicklung").

 

Projektdesign

ZEDIKUM ist gegenwärtig ein aus Mitteln der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien finanzierter Forschungsverbund, der von den 5 archäologischen Museen der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich der Datenerfassung getragen wird. Initiator und Verbundkoordinator ist Prof. Dr. Markus Hilgert, der Direktor des Vorderasiatischen Museums im Pergamonmuseum. ZEDIKUM kooperiert mit dem Berliner Antike-Kolleg, insbesondere im Bereich der Bereitstellung digitaler Forschungsplattformen für die altertumswissenschaftliche Grundlagenforschung.

 

 

Perspektive

Im Verbund mit archäologischen Forschungsmuseen und der Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen aus dem Bereich der Datenerfassung wird ZEDIKUM exemplarische Lösungen erarbeiten und Standards für die 3D-Objektdigitalisierung prüfen sowie für die öffentliche Bereitstellung und Verarbeitung dieser Daten im Rahmen der musealen Kulturgutforschung weiterentwickeln. ZEDIKUM kann dadurch auch einen international sichtbaren Beitrag Deutschlands im Bereich der präventiven Dokumentation und Rekonstruktion von archäologischen Kulturgütern und Krisen- und Kriegsregionen leisten. Für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will ZEDIKUM als Dateninfrastruktur-Zentrum und core facility im Bereich der 3D-Digitalisierung schließlich die Grundlage für die Integration eines weltweit einmaligen Objektdatenbestandes in die Deutsche Digitale Bibliothek und Europeana schaffen und so einen wesentlichen Beitrag zum ‚Internet der Dinge und Dienste' leisten.

 

Artikel & Berichte


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